Was ist der Unterschied zwischen Open Source und kommerzieller Software?

Die meisten Menschen haben den Begriff Open Source zumindest schon einmal gehört. In der Regel verbinden sie damit Software, die kostenlos erhältlich ist. Doch genau können nur die wenigsten wirklich erklären, worum es sich dabei im Detail handelt und worin der Unterschied zu kommerzieller Software besteht.

So funktioniert das System „kommerzielle Software“

Bei kommerzieller Software ist ein geschlossenes Team in einem Entwicklerstudio für die Erstellung zuständig. Alle Verantwortlichkeiten sind klar geregelt und jeder weiß genau, was er zu tun hat. Die Software wird nach bestimmten Vorgaben programmiert. Nach der Fertigstellung wird sie schließlich auf dem Markt veröffentlicht.

Der Nutzer hat dadurch die Gewissheit, dass seine Software von Profis programmiert wurde und mit hoher Wahrscheinlichkeit reibungslos funktioniert. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass er selbst nur geringe Anpassungen vornehmen kann.

Wer beispielsweise Office 2021 kaufen möchte, erhält die Lizenz dazu in einem entsprechenden Online-Shop oder im stationären Handel. Die Alternative zu diesem System bietet die sogenannte Open Source Software.

Bei Open Source wird jeder selbst zum Software-Entwickler

Bei Open Source Software gibt es kein festes Team, dass für die Weiterentwicklung der Software verantwortlich ist. Jeder Nutzer kann das Programm nach seinen eigenen Vorstellungen erweitern und verändern. Voraussetzung dafür ist, dass er die erforderlichen Fachkenntnisse dafür mitbringt.

Der englische Begriff Open Source sagt zunächst einmal nur aus, dass der Quellcode der Software offen liegt und für jeden zugänglich ist. Bei kommerzieller Software verbleibt dieser hingegen im Entwicklerkreis. Dadurch ist garantiert, dass das Programm nicht von anderen Personen verändert oder kopiert werden kann.

Bei Open Source verläuft das genau gegenteilig. Die Entwickler versprechen sich davon, dass die Nutzer unterschiedliche Erweiterungen für die Software programmieren und so den Leistungsumfang ständig erweitern. Dadurch können sie einen Teil ihrer Arbeit auslagern. Allerdings lässt sich dieser Prozess für die Entwickler nur sehr schwer steuern.

Der große Vorteil für die Anwender ist, dass sie zum einen durch die Verwendung von Open Source Software Kosten sparen und zum anderen die Programme genau auf ihre Bedürfnisse anpassen können. Während Unternehmer bei kommerzieller Software auf wichtige Aktualisierungen des Herstellers angewiesen sind, können sie diese bei Open Source Programmen einfach selbst vornehmen.